Praktische Konsequenzen aus der Organizing-Woche in Hamburg vom 25. bis 28. April in Hamburg. Alle vorgeschlagenen Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorgehalt.
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2006 wird ein Erfahrungsaustausch organisiert, derart dass haupt- und ehrenamtliche Multiplikatoren von ver.di mindestens zwei Wochen die US-Gewerkschaften besuchen und dort an der Ausbildung von Organizern und an einer Organisierungskampagne teilnehmen. Es wird angeregt, dass dies von der Bundesebene organisiert wird und Hamburg wird sich maßgeblich beteiligen; hilfsweise machen wir dies von Hamburg aus alleine im Jahre 2006 (Finanzierungsvorbehalt).
Bildungsangebot
ver.di Hamburg regt an, dass eine der Bundesschulen zum Kompetenzzentrum für Organizing wird und hier Theorie und Praxis von Organizing für Haupt- und Ehrenamtliche fester Bestandteil des Bildungsangebotes wird. Einmal im Jahr wird hier eine Organizing-Woche durchgeführt.
2006: Union Summer in Form des Union Break
ver.di Hamburg führt den ersten „Union Summer“ durch. Im ersten Jahr wird dieser Union Summer in Form des „Union Break“ durchgeführt. „Union Break“ ist ein zehnwöchiges Praktikum, welches jungen Erwachsenen Einsicht in die alltägliche Gewerkschaftsarbeit bei ver.di geben soll.
Im Gegensatz zu „normalen Paktika“ würde sich „Union Break“ durch ein Begleitprogramm auszeichnen. Angelehnt an das US-amerikanische Praktikumsprogramm „Union Summer“ des AFL-CIO bestünde das Praktikum aus einem Einführungsseminar zur Geschichte der Arbeiterbewegung sowie aktuellen gewerkschaftlichen Themen; wöchentlichen Treffen zum inhaltlichen Austausch über die Praktikumserfahrungen, Betriebsbesichtigungen, Gesprächen mit Gewerkschaftsfunktionären sowie inhaltlichen Schulungen zu Themen wie Projektmanagement und Kommunikation.
Ziel ist eine nachhaltige Anbindung der Teilnehmenden an die Aktivitäten der Gewerkschaften. Angestrebter Start von Union Break: WS Ferien 2006.
Research-Abteilungen
Die Landesbezirksleitung prüft, wie die Rossourcen für systematische Recherche gesichert werden können (Research), zunächst für den Landesbezirk Hamburg.
Zweck von Research-Abteilungen ist es, ausschließlich Hintergrundmaterial für Organizing-Kampagnen vorzubereiten und Recherchen zu unternehmen und Kontakte zu potenziellen Bündnispartnern zu schließen, eine realitätstaugliche Strategie für die Aufgabenstellung zu entwickeln und natürlich brauchbare Materialien aufzubereiten. Hierfür könnten auch Kontakte zu Studierenden genutzt werden.
Organizing an konkreten Handlungsfeldern ausprobieren
Die Landesbezirksleitung schlägt vor, den Organizing-Ansatz matrixübergreifend an wenigstens 2 Feldern auszuprobieren: Bei Lidl bei der erstmaligen Wahl von Betriebsräten an einem fachbereichsübergreifenden Standort, z.B. dem Flughafen.
Programm gegen Union Busting entwickeln
ver.di Hamburg wird die Arbeitgeber-Methoden, gewerkschaftliches und betriebsrätliches Engagement aus den Betrieben zu verbannen, öffentlich dokumentieren und begleiten. Mit spezielle aufbereitetem Material wie mit speziellen Trainings für Haupt- und Ehrenamtliche soll dem Union Busting begegnet werden. Möglicherweise wird hierzu ein soziales Gütesiegel zu entwickeln sein.
Kampagnenarbeit ausbauen
ver.di unterstützt nach Kräften Kampagnen anderer gewerkschaftlicher Organisationen, insbesondere auch mit internationaler Ausrichtung, sowie Kampagnen befreundeter Organisationen.
Organizing-Handbuch
ver.di Hamburg regt die Erarbeitung eines Organizing-Handbuches an in dem die wichtigsten Standards eingearbeitet sind.
Internetportal www.neverworkalone.de ausbauen
Das Internetportal wird zum zentralen Anlaufpunkt für Organizing-Vernetzung ausgebaut. Erfahrungsberichte, Web-Logs, Materialien, Referenten, Spezialisten können über diese Seite abgerufen werden.
Verbreitung innerhalb von ver.di
In jedem Fachbereich wird auf Bundes- und Landesebene der Organizing-Ansatz vorgestellt und Praxisfelder für Organizing ermittelt.
Ressourcen absichern, Organizer qualifizieren
Die Fachbereiche und Ressorts werden gebeten zu überprüfen, ob und in welchem Umfang sie interne Ressourcen für Organizing freistellen können. Diejenigen, die die Aufgabe als Organizer erhalten, werden zu Kommunikations-Experten ausgebildet. Hierbei unerlässlich sind systemische Herangehensweise und Kommunikationstrainings.
MigrantInnen organisieren
Oftmals arbeiten Menschen mit Migrationshintergrund in Beschäftigungsverhältnissen, die stark ausbeuterisch sind, besonders dann, wenn sie undokumentiert arbeiten. Für diese Arbeitszusammenhänge prüft ver.di ob und wie spezielle Organizing-Programme aufgelegt werden können.
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Thema: Organizing
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
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